Archive for the ‘1’ Category

Umschlag/Cover anlegen

Freitag, Januar 6th, 2012

Einen Umschlag anlegen mit Rückstichheftung oder Klebebindung (mit und ohne Klappe)

Bevor eine Broschüre in Druck gehen kann müssen viele Aspekte berücksichtigt werden. Unter anderem was für eine Bindung das Produkt bekommen soll. Rückstichheftung oder Klebebindung? Beide Methoden haben ihre Vorteile.

Legende:
U1:  Umschlagseite 1 (vorne)
U2:  Umschlagseite 2 (Innenteil vorne)
U3: Umschlagseite 3 (Innenteil hinten)
U4:   Umschlagseite 4 (hinten)
DIN-A4:   International genormtes Papierformat mit den Maßen 210 mm x 297 mm (B x H)
Rückstichheftung: Die einzelnen Druckbögen werden am Bund geheftet z. B. mit Drahtklammern oder Garn
Klebebindung: Die einzelnen Druckbögen werden am Bund aufgeraut und miteinander verklebt

_________

Umschlag mit Rückstichheftung
Bei einer Rückstichheftung kann man in der Regel den Umschlag im gleichen Endformat wie den Innenteil in Druck geben. Bedeutet, der Innenteil ist – zum Beispiel – A4 (210 x 297 mm) im Endformat, dann ist der Umschlag auch als A4 angelegt. U1-U4 können als vier einzelne DIN-A4 Seiten im Innenteil angelegt werden und zum Schluss alles als eine PDF-Datei exportiert werden. Es ist ebenfalls möglich die Seiten bereits ausgeschossen auf DIN-A3 (297 x 420 mm) anzulegen.

Beispiel Umschlag DIN-A3 (Endformat A4 (420 mm x 297 mm)):

  • Als erster Schritt muss überlegt werden wie groß das offene Format (Breite x Höhe) des Umschlages am Ende sein soll. Hierzu müssen U1 und U4 addiert werden.
  • Die Höhe ergibt sich bereits aus dem Endformat, 297 mm.
  • Die Breite errechnet man aus U1 210 mm + U4 210 mm = 420 mm Breite.
  • Es muss ein neues Dokument mit der Breite 420mm und der Höhe 297 mm angelegt werden.

Es wäre auch möglich zwei DIN-A4 Seiten mit der Option „Druckbögen zusammenhalten“ zu verbinden. Das erspart die nächsten Schritte.

  • Anschließend zieht man sich mit den Hilfslinien die Seiten-Abgrenzungen ins Dokument. Das geht ganz einfach indem der „Nullpunkt“ verschoben wird:
  • Beginne rechts: den Nullpunkt auf die rechte Ecke des Dokuments ziehen.

    Nullpunkt nach Bearbeitung

    Nullpunkt nach Bearbeitung

 

  • Dann eine Hilfslinie ins Dokument ziehen und den Wert auf „-210“ stellen. U1 ist angelegt und hat die Maße 210 mm x 297 mm (B x H, also A4 unseren Ausgangswert)
    Bild: Erste Hilfslinie eingefuegt

    Hilfslinien einfügen in InDesign

     

 

  • Der Rest des Dokuments, ab der Hilfslinie, ist U4 und sollte auch eine Breite von 210 mm haben (ansonsten ist irgendwo ein Fehler passiert)

    Bild: Fertiger erster Druckbogen

    So sieht das fertige Dokument nach Schritt 1-9 aus

 

  • Fehleranalyse: Stimmt das Gesamtformat des Dokuments? War der Nullpunkt exakt auf der rechten Ecke des Dokuments (ohne Beschnitt)? Stimmt der Wert auf den die Hilfslinie gesetzt wurde?
  • Jetzt kann die Seite kopiert werden. Auf dem neuen Dokument befindet sich links U2 und rechts U3.

    Bild: Fertige zweite Seite mit farbigen Flächen

    Fertige zweite Seite mit farbigen Flächen

 

Fazit:

  • schneller in der Druck-Produktion als Klebebindung
  • billiger als Klebebindung
  • einfacher beim anlegen

_________

Umschlag mit Klebebindung
Bei einem Umschlag mit Klebebindung muss am Anfang mehr beachtet werden. Hier gibt es Umschlagseite 1 und Umschlagseite 4, dazu kommt der Broschürenrücken. Die Rückenstärke hängt von der Papierart und der Seitenzahl ab. Wer beide Werte genau kennt kann den Rücken selbst berechnen**. Es ist aber auch möglich die Druckerei danach zu fragen. Wenn alle Maße bekannt sind müssen U1 + U4 + Rückenstärke addiert werden.

Beispiel Umschlag ohne Klappe (Endformat A4 (210 x 297 mm)):
Es soll eine Broschüre mit einer Klebebindung produziert werden. U1 und U4 sind gleich breit.

  • Als erster Schritt muss überlegt werden wie groß das offene Format (Breite x Höhe) des Umschlages am Ende sein soll. Hierzu müssen U1, U4 und die Rückenbreite addiert werden.
  • Die Höhe ergibt sich bereits aus dem Endformat, 297 mm.
  • Die Breite errechnet man aus U1 210 mm + U4 210 mm + Rückenstärke 6,5 mm = 426,5 mm Breite
  • Es muss ein neues Dokument mit der Breite 426,5 mm und einer Höhe von 297 mm angelegt werden.

In neueren Indesign-Versionen ist es möglich im selben Dokument unterschiedliche Formate anzulegen. Das erspart die nächsten Schritte.

  • Anschließend zieht man sich mit den Hilfslinien die Seiten-Abgrenzungen ins Dokument. Das geht ganz einfach indem der „Nullpunkt“ verschoben wird:
  • Beginne rechts: den Nullpunkt auf die rechte Ecke des Dokuments ziehen. Dann eine Hilfslinie ins Dokument ziehen und den Wert auf „-210“ stellen. U1 ist angelegt
  • Dann den Nullpunkt auf die Hilfslinie von eben ziehen. Eine zweite Hilfslinie in das Dokument ziehen und auf „-6,5“ stellen. Das ergibt den “Broschürenrücken außen”***
  • Der Rest des Dokuments ist U4 (ab der Hilfslinie mit dem Wert -6,5) und sollte auch eine Breite von 210 mm haben (ansonsten ist irgendwo ein Fehler passiert)
  • Rechts ist U1, in der Mitte der Broschürenrücken und links U4
Bild: Fertiger erster Druckbogen mit Broschuerenuecken

Fertiger erster Druckbogen mit Broschuerenuecken

  • Fehleranalyse: Stimmt das Gesamtformat des Dokuments? War der Nullpunkt exakt auf der rechten Ecke des Dokuments (ohne Beschnitt)? Stimmt der Wert auf den die Hilfslinie gesetzt wurde?
  • Jetzt kann die Seite kopiert werden.
  • Auf dem neuen Dokument befindet sich links U2 und rechts U3und  in der Mitte ist der „Broschürenrücken innen“.
Bild: Fertiger zweiter Druckbogen mit Broschuerenruecken und farbigen Flächen

Fertiger zweiter Druckbogen mit Broschuerenruecken und farbigen Flächen

  • Die Seiten können nun gestaltet werden. Der Broschürenrücken innen zwischen U2 und U3 sollte nicht bedruckt werden. Das kann zu Problemen in der Weiterverarbeitung führen. Das Papier wird dort für die Klebebindung aufgeraut und ist eh nicht sichtbar.
  • Bei Publikationen mit Klebebindung sollte immer ein breiterer Abstand zum Bund angelegt werden. In der Regel mindestens 10 mm, damit keine Schrift in den Papier-Knick läuft

Beispiel Umschlag mit Klappe hinten (Endformat A4 (210 x 297 mm)):
Es soll eine Broschüre mit einem Umschlag+Klappe produziert werden. Die Broschüre soll eine Klebebindung haben und aus Kostengründen wird U4 verkürzt*. Endformat der Broschüre ist A4 (210 x 297 mm).

  1. Als erster Schritt muss überlegt werden wie groß das offene Format (Breite x Höhe) des Umschlages am Ende sein muss. Hierzu müssen U1, U4, Rückenbreite und Klappe addiert werden.
  2. U1 ergibt sich aus dem Endformat, 210 mm.
  3. Dazu kommt die Breite von U4, diese muss in diesem Fall mindestens 2 mm verkürzt sein, 210 mm – 2 mm = 208 mm.
  4. Dann die Rückenbreite = 6,5 mm (fiktiv)
  5. Und ebenfalls hinzugerechnet werden muss die Breite der Klappe. Hier gibt es zu beachten, dass 2 mm abgezogen werden müssen und 10 mm wegen der Klebebindung. Beachtet man das nicht, kann die Klappe später nicht geöffnet werden, weil sie im Bund feststeckt. 210 mm -2 mm -10 mm = 198 mm
  6. Die Höhe ergibt sich bereits aus dem Endformat, 297 mm.
  7. Es muss ein neues Dokument mit der Breite 622,5 mm und einer Höhe von 297 mm angelegt werden.

In neueren Indesign-Versionen ist es möglich im selben Dokument unterschiedliche Formate anzulegen. Das erspart die nächsten Schritte.

  1. Anschließend zieht man sich mit den Hilfslinien die Seiten-Abgrenzungen ins Dokument. Das geht ganz einfach indem der „Nullpunkt“ verschoben wird:
  2. Beginne rechts: den Nullpunkt auf die rechte Ecke des Dokuments ziehen. Dann eine Hilfslinie ins Dokument ziehen und den Wert auf „-210“ stellen. U1 ist angelegt
  3. Dann den Nullpunkt auf die Hilfslinie von eben ziehen. Eine zweite Hilfslinie in das Dokument ziehen und auf „-6,5“ stellen. Das ergibt den Rücken
  4. Als nächsten Schritt den Nullpunkt auf die zweite Hilfslinie von eben ziehen. Eine dritte Hilfslinie in das Dokument ziehen und auf „-208“ stellen. U4 ist angelegt
  5. Der Rest des Dokuments ist die Klappe und sollte eine Breite von 198 mm haben.
  6. Von Rechts nach Links: U1 – Rücken – U4 – Klappe außen
Bild: Fertiger erste Druckbogen mit Broschuerenruecken und Klappe

Fertiger erste Druckbogen mit Broschürenrücken und Klappe

  1. Jetzt kann die Seite kopiert werden. Rechts ist „Klappe innen“, in der Mitte U3, daneben der Rücken und links U2.
Bild: Fertiger zweiter Druckbogen mit Broschuerenruecken und Klappe

Fertiger zweiter Druckbogen mit Broschuerenruecken und Klappe

  1. Die einzelnen Seiten können nun gestaltet werden. Der Bereich zwischen U2 und U3 sollte nicht bedruckt werden. Das kann zu Problemen in der Weiterverarbeitung führen. Das Papier wird dort für die Klebebindung aufgeraut und ist eh nicht sichtbar.
  2. Fehleranalyse: Stimmt das Gesamtformat des Dokuments? War der Nullpunkt exakt auf der rechten Ecke des Dokuments (ohne Beschnitt)? Stimmt der Wert auf den die Hilfslinie gesetzt wurde?

Fazit:

  • Dauert länger in der Druck-Produktion als Rückstichheftung
  • Stabiler als Rückstichheftung
  • teurer als Rückstichheftung
  • fehlerlastig
_________

* Der Innenteil wird erst mit dem Umschlag verklebt und anschließend geschnitten. Wären die Klappe und U4/U3 nicht verkürzt angelegt worden, würde die Klappe beim beschneiden des Blocks abgetrennt werden.

** Buchrücken berechnen (ein Beispiel): Buchrücken = (Seiten/2) x (Grammatur/1000) Beispiel: (100 Seiten/2) x (120 g/1000) = 6 mm.

*** Ab einer Rückenstärke von weniger als 3 mm ist es schwierig den Rücken noch mit Schrift zu bedrucken. Zum einen weil ein sehr kleiner Schriftgrad gewählt werden muss und zum anderen weil es beim verkleben von Umschlag und Inhalt immer zu Schwankungen kommen kann, was bewirken könnte das der Text vom Rücken zum Teil auf U1 oder U4 verrutscht.

Farbkombinationen finden

Donnerstag, Dezember 29th, 2011

Beim anlegen von Flyern, Broschüren und Co. ist es als Mediengestalter wichtig verschiedene Aspekte bei der Gestaltung zu beachten. Insbesondere mit Farben können unterschiedliche Empfindungen beim Betrachter hervorgerufen werden. Dabei spielt die Farbauswahl und das Kombinieren von verschiedenen Farben eine entscheidende Rolle.

Um ein erstes Gefühl für Farbkombinationen zu bekommen gibt es eine – relativ – einfache Möglichkeit dieses zu trainieren.

Jeder von uns kennt das, man betrachtet ein Bild und nicht nur das Motiv sondern auch die Farben lösen in uns ein Gefühl/eine Empfindung aus. Um sich dieses Gefühl zu „konservieren“ und später abrufen zu können kann man folgendes tun:

Man lädt das Bild in Photoshop und zieht sich mit der Pipette die entscheidenden Farben raus. Diese können anschließend unter dem Reiter „Farbfelder“ gespeichert werden. Auf diese Weise lassen sich viele unterschiedliche Farben und Kombinationen speichern und abrufen. Die gespeicherten Werte können auch in andere Programme übernommen und genutzt werden.

 

Vier Beispele für mögliche Farbkombinationen in Bildern

Vier Beispele für mögliche Farbkombinationen in Bildern

Wer eine Kamera besitzt kann auch selbst losziehen und fotografieren. Dabei geht es nicht darum Hochglanzbilder zu erstellen, sondern interessante Farben und Motive zu finden und für die eigene Arbeit zu speichern. Außerdem fördert es denn Sinn für Perspektiven.

Als Übung könnte man sich selbst eine Aufgabe stellen.

Zum Beispiel:

Ein Hip-Hop Flyer soll erstellt werden. Der Kunde wünscht drei Farbvorschläge, die in unterschiedliche Richtungen gehen sollen.

  • düster, bedrohlich, amerikanisch
  • ruhig, neutral, gleichgültig
  • scherzhaft, bunt, aufdringlich

Wer sich noch intensiver mit dem Thema Farben/Farbwahl/Farbkombination auseinandersetzen möchte findet unter www.ausbildung-zum-mediengestalter.de/tipps-und-links/farbe/ noch ein paar weitere interessante Links dazu.

DIN Formate errechnen

Sonntag, April 4th, 2010

In Europa wird Papier für den Bürobedarf als DIN Formate genormt produziert und verkauft. Dies hat den Vorteil, dass handelsübliches Druckerpapier, das zum Beispiel in DIN A4 erhältlich ist, in jedem Drucker in Europa eingelegt und bedruckt werden kann.

 

Ausgangsformat der DIN EN ISO 216 ist das DIN A0 Format, es entspricht in etwa einem Quadratmeter.

Wird ein Papierbogen halbiert entsteht das nächst kleinere DIN Format. Wird also ein DIN A3 Blatt geteilt entstehen zwei DIN A4 Blätter. Das Seitenverhältnis bleibt hierbei aber dasselbe (1:1,4142).


Alle Formatangaben werden immer in Breite x Höhe angegeben. Als Mediengestalter sollte man immer darauf achten sich an diese Reihenfolge zu halten. Sonst kann es schnell passieren, dass eine Broschüre im Quer- statt im Hochformat angelegt wird. Im schlimmsten Fall fällt der Irrtum erst nach dem Setzen auf, was zum Beispiel für Probleme beim einhalten des Drucktermins führen kann.

Mediengestalter/innen sollten die DIN Formate besonders das DIN A aus dem Kopf können oder  sicher herleiten können. In der Abschlussprüfung kommt garantiert eine Frage zu dem Thema ran. Später kann man sich die Arbeit mit einer gut angelegten Linksammlung vereinfachen.


DIN Tabellen zum Auswendiglernen


DIN A

in mm                                                             passt in A0

DIN Format A0 841 x 1189                               1 x

DIN Format A1 594 x 841                                 2 x

DIN Format A2 420 x 594                                 4 x

DIN Format A3 297 x 420                                 8 x

DIN Format A4 210 x 297                               16 x

DIN Format A5 148 x 210                               32 x

DIN Format A6 105 x 148                               64 x


DIN B

in mm                                                            passt in B0

DIN Format B0 1414 x 1000                             1 x

DIN Format B1 1000 x 707                               2 x

DIN Format B2 707 x 500                                 4 x

DIN Format B3 500 x 353                                 8 x

DIN Format B4 353 x 250                               16 x

DIN Format B5 250 x 176                               32 x

DIN Format B6 176 x 125                               64 x


DIN C

in mm                                                            passt in C0

DIN Format C0 1297x 917                                1 x

DIN Format C1 917x 648                                  2 x

DIN Format C2 648 x 458                                 4 x

DIN Format C3 458 x 324                                 8 x

DIN Format C4 324 x 229                                16 x

DIN Format C5 229 x 162                                32 x

DIN Format C6 162 x 115                                64 x

DIN lang 220 x 110                                          44x

 

 

Es besteht auch die Möglichkeit mittels Zoomfaktor die Größen zu errechnen. Eine sehr schöne Übersichtsseite hierzu gibt es auf: http://www.din-formate.de.
Wer Schwierigkeiten mit dem Auswendiglernen von Tabellen und Zahlen hat, kann es mit dieser Methode versuchen.
Am Beispiel von DIN A erklärt.

Es ist nur nötig sich eine Zahl zu merken, am besten A1, 594x841mm (da 841mm nicht glatt teilbar ist und hier als einziges ein Fehler passieren kann dazu später mehr).

Die DIN Formate

Die DIN Formate der A-Reihe

  1. Wie die Grafik verdeutlicht bleibt die Breite von DIN A1 zu der Höhe von DIN A2 die gleiche oder anders ausgedrückt sie wird übernommen.
  2. Die Höhe (A1) wird halbiert, von 841mm auf die Breite (A2) 420mm.
  3. Nun beginnt das ganze wieder von vorne.
  1. Die Breite (A2) 420mm wird zur Höhe von A3. Die Höhe (A2) wird halbiert und zur Breite von A3.
  2. So kann man beliebig weiter vorgehen bis das gewünschte DIN Format erreicht ist.

VORSICHT! Beim Umrechnen der Höhe von A1 zur Breite von A2 ist es nötig -0,5 zu rechnen. 841:2 =420.5 und in diesem Fall wird abgerundet. Wenn man ein Blatt halbiert und nur gerade Zahlen erhalten möchte kann man natürlich nicht aufrunden, das benötigte Material dafür wäre nicht vorhanden! Pro Blatt würden 0.5 mm mehr Papier benötigt als vorhanden ist. Darum wird in diesem Fall abgerundet!

_____

 

Der Tabellenaufbau könnte so beginnen (gefettet Werte bleiben und werden vom nächsten DIN Format übernommen):


1. Schritt (Ausgangswerte)

A1          594 x   841mm


2. Schritt (Ermittlung von A0)

Die Höhe von DIN A1 kann übernommen werden und wird zur Breite von DIN A0. Um die Höhe vom DIN Format A0 errechnen zu können nimmt man die Breite von DIN A1 und multipliziert sie mit zwei. Vorsicht hier muss plus 1 erhöht werden, aus demselben Grund wie oben beschrieben, nur dass hier noch Papier übrig ist und man dieses mitnutzt!


A0          841 x     XXmm

A1          594 x   841mm                      594×2=1188+1=1189

__________________

A0          841 x 1189mm

A1          594 x   841mm


3. Schritt

A0          841  x 1189mm

A1          594 x   841mm                      841:2=420,5=~420

A2           XX x   594mm

__________________

A0          841 x  1189mm

A1          594  x   841mm

A2           420 x   594mm


4. Schritt

A0         841   x  1189mm

A1          594  x    841mm

A2          420 x    594mm                      594:2=297

A3           XX x    420mm

__________________

A0          841  x  1189mm

A1          594  x    841mm

A2          420  x    594mm

A3          297 x    420mm


5. Schritt

A0          841  x  1189mm

A1          594  x    841mm

A2          420   x   594mm

A3          297 x   420mm                      420:2=210

A4            XX x   297mm

__________________

A0          841 x  1189mm

A1          594 x    841mm

A2          420 x    594mm

A3          297 x    420mm

A4          210 x   297mm


6. Schritt

A0          841 x  1189mm

A1          594 x   841mm

A2          420 x   594mm

A3          297 x   420mm

A4          210 x   297mm                      297:2=148

A5           XX x   210mm

__________________

A0          841 x  1189mm

A1          594 x   841mm

A2          420 x   594mm

A3          297 x   420mm

A4          210 x   297mm

A5          148 x   210mm


7. Schritt

A0          841 x  1189mm

A1          594 x    841mm

A2          420 x    594mm

A3          297 x    420mm

A4          210 x    297mm

A5          148 x   210mm                      210:2=105

A6            XX x   148mm

__________________

A0          841 x  1189mm

A1          594 x    841mm

A2          420 x    594mm

A3          297 x    420mm

A4          210 x    297mm

A5          148 x    210mm

A6          105 x    148mm

 

Beim Umrechnen von DIN A7 zu DIN A8 kommt es noch einmal zum Abrunden des Wertes auf 52 mm, hier gilt dass gleiche wie bei DIN A1 zu DIN A2, wird der Wert geteilt muss abgerundet werden (es ist nicht genügend Papier vorhanden!). Beim multiplizieren wird aufgerundet (es wird kein Papier verschwendet, also nimmt man 1 dazu!).

Die gleiche Rangehensweise kann auch bei DIN B und DIN C verwendet werden, nur dass hier die Höhe erhalten bleibt und die Breite halbiert wird.


din-a_reihe

Stanzen anlegen

Montag, August 3rd, 2009
Dieser Artikel beschäftigt sich mit dem Thema Stanzen in der Weiterverarbeitung und was es beim anlegen einer Stanze im Layoutprogramm zu beachten gibt. Was für Fehler können passieren? Worauf sollte ich achten?
Beispiel für eine falsch angelegt Stanze

Was für Fehler wurden beim anlegen der Stanze gemacht?

Beim anlegen einer Stanze kann es schnell zu Fehlern kommen. Im obigen Beispiel sind sieben Fehler passiert die vermieden werden sollten, um Probleme bei der Weiterverarbeitung zu verhindern.


Was soll produziert werden?

Eine Image-Mappe soll in Druck gegeben werden. Anschließend soll gestanzt und genutet werden. Die Image-Mappe soll am Ende über Visitenkartenschlitze verfügen und seitlich eingeklappt werden können, damit Papiere oder ähnliches in ihr abgelegt werden können.


WELCHE FEHLER SIND PASSIERT?


1. Die Farben

Damit die Druckerei sich die für den Druck benötigten Druckplatten anfertigen kann ist es wichtig die Farben im Dokument korrekt anzulegen.

Hierfür gibt es zwei Möglichkeiten:

  1. zum einen können Stanzform und zu veredelnden Bereiche (Heißprägefolie, das gelbe Fragezeichen) in zwei gesonderten Dokumenten an die Druckerei geschickt werden,
  2. oder alle benötigen Informationen verbleiben in einem Dokument. Die Stanze und die zu veredelnden Bereiche werden in diesem Fall als Sonderfarbe angelegt. Beim übermitteln der Daten an die Druckerei teilt man dieser dann mit, welche Sonderfarbe zur Stanze und welche zu der Heißprägefolie gehört.

Die restlichen zu verwendenden Farben müssen ebenfalls richtig angelegt sein. Sprich in CMYK oder als Sonderfarbe.

____

In diesem Fall wurde sich dafür entschieden alles in einem Dokument zu belassen, aber es wurde nicht darauf geachtet die zu verwendenden Farben, in einer Sonderfarbe anzulegen. Sie sind zum Teil in CMYK angelegt und somit es ist nicht für die möglich Druckerei sich einzelne Farbkanäle zu separieren. Dadurch kann die Stanze aber auch die Folie nicht von dem Rest gesondert ausgegeben werden. Nur der Pantone 871 Ton ist in einer Sonderfarbe angelegt worden.

! Wenn wie hier, nur zwei Farben in einem Dokument verwendet werden lohnt es sich  das Dokument in Sonderfarben (Pantone, HKS usw.) anzulegen, dadurch können Kosten in der Produktion gespart werden.

____

Änderung:

Die mit Stanze und Folie benannten Farben müssen in Sonderfarben (egal welche) umgewandelt werden, außerdem müssen beide auf „Überdrucken“ gestellt werden, wenn sie im Dokument bei den anderen Inhalten verbleiben. Ansonsten ist es nicht nötig auf „Überdrucken“ zu stellen.


2. Die Stanze

Würde das Dokument so an die Druckerei gesendet werden kämen am Ende lauter Einzelteile heraus! Jede geschlossene Fläche würde als eine Stanzform erkannt und so produziert werden. Die Vorder- und Rückseite wären getrennt, genau so wie die Seitenklappen.


Änderung:

Eine Stanze darf nur aus einer kompletten Form bestehen und muss der Druckerei so geliefert werden. Die zu „nutenden“ Bereiche werden in einer neuen Sonderfarbe angelegt und als gestrichelte Linie dargestellt. Damit bei der späteren Herstellung der Stanzform erkannt werden kann, was Stanze ist und wo genutet werden soll.

Damit später beim Falzen keine Probleme auftreten, werden die Seitenklappen leicht schräg verkürzt angelegt (siehe Lösungsbild). Bei einer 50mm Breiten Seitenklappe sollte der äußerste Punkt der „Einstecklasche“ 2mm weiter entfernt liegen. Bei eventuellen Ungenauigkeiten im Produktionsprozess können so Passungenauigkeiten vermieden werden.

____

Bei der falschen Beispielstanze von oben wurde die Einstecklasche spiegelverkehrt angelegt, dadurch wäre es später nicht möglich die Seitenklappe einzustecken. Zur Sicherheit sollte auch immer noch einmal kontrolliert werden ob die Maße bei den Visitenkartenschlitzen stimmen. Bei einer 85mm breiten Visitenkarte ruhig den Abstand der beiden Endpunkte mit 2mm mehr anlegen.


Überarbeitete Stanze

Im Dokument befinden sich am Ende 4 Sonderfarben und eine Prozessfarbe.

_____________________


www.haberbeck.de

Viele verschiedene Falzarten werden auf der Webseite vorgestellt und teilweise mit Beispielbildern ergänzt. Hier lohnt es sich auch die anderen Kategorien einmal genauer anzuschauen.


www.langenstein-zentrum.net

Falzarten und Formate im Überblick als PDF.


www.cyberhafen.com

Kleine Auswahl an Stanzen, diese können auch als EPS-Datei gedownloadet werden.

Bilddatenbanken nutzen

Donnerstag, Juli 23rd, 2009

Beispiel mit einem Vorschaubild

Als Mediengestalter/in ist man öfter darauf angewiesen Bilder aus Bilddatenbanken zu nutzen, weil nicht jeder Kunde Bildmaterial liefert bzw. selber zur verfügung hat. Dann kann bequem auf eine Bilddatenbank zurückgeriffen  und dem Kunden verschiedene Alternativen an Fotos präsentiert werden.  Wenn der Kunde sich für ein Bild entschieden hat wird das Original später in das Seitenlayout eingebunden.


Arbeitsschritte sind nötig, um das Vorschaubild durch ein druckfähiges Bild zu ersetzen und was gibt es anschließend noch zu beachten?


1. Schritt: Das richige Bildformat auswählen.

Bevor es losgeht ist es nötig erst einmal raus zu finden wie viel uns das Bild kosten wird, oder anders ausgedrückt, wie groß muss das Bild (in Pixel)  am Ende sein um den Platzhalter in ausreichend guter Qualität ersetzen zu können.

In diesem Beispiel haben wir Maße von 68,3 mm x 91,4 mm. Auf der Webseite können Extrasmall, Small, Medium, Large und Extralarge runtergeladen werden.

(Achtung beim berechnen der Dateiauflösung, Extrasmall und Small haben nur eine 72 dpi Auflösung, ab Medium sind es 300 dpi.)


1.1. Schritt: Dateiauflösung berechnen:

geg.: 68,5 mm Breite x 91,4 mm Höhe

ges.: Bildauflösung


Lösung:
Um die Auflösung eines Fotos errechnen zu können, muss immer erst in Inch umgerechnet werden. Da 300 dpi nichts anderes als 300 Dots (Pixel) pro Inch bedeutet.


1.1.2. Schritt:
Die 68,5 mm in Inch umrechnen.

68,5 mm = XX cm

68,5 mm : 10 (10mm = 1 cm) = 6,85 cm


1.1.3. Schritt:
Das Ergebnis von Schritt eins durch ein Inch teilen. Ein Inch gleich 2,54 cm. Dies ist nötig um zu erfahren wie viel die 6,85 cm in Inch sind.

6,85 cm : 2,54 cm/inch =  2,6968 ~ 2,7 inch


1.1.4. Schritt:
Wir wissen jetzt das 6,85 cm gleich 2,7 Inch sind. Nun muss noch raus gefunden werden wie viele Dots, wenn auf einem Inch 300 sind, sich auf 2,7 Inch befinden.

1 Inch = 300 Dots

2,7 Inch = xx Dots

2,7 Inch x 300 Dots : 1 Inch = 810 Dots (Pixel)

(Inch kürzt sich weg und übrig bleiben auf jeden Fall Dots (Pixel))


Antwort: In der Breite werden 810 Pixel (Dots) benötigt.



Dieselbe Rechnung kann für die Höhe verwendet werden.


1.2.1. Schritt:
die 91,4 mm in Inch umrechnen.

91,4 mm = XX cm

91,4 mm : 10 = 9,14 cm


1.2.2. Schritt: Das Ergebnis von Schritt eins durch ein Inch teilen. Ein Inch gleich 2,54 cm. Dies ist nötig um zu erfahren wie viel die 9,14 cm in Inch sind.

9,14 cm : 2,54 cm/inch =  3,5984 ~ 3,6 inch


1.2.3. Schritt:
Wir wissen jetzt das 9,14 cm gleich 3,6 Inch sind. Nun muss noch raus gefunden werden wie viele Dots, wenn auf einem Inch 300 sind, sich auf 3,6 Inch befinden.

1 Inch = 300 Dots

3,6 Inch = xx Dots

3,6 Inch x 300 Dots : 1 Inch = 1080 Dots (Pixel)

(Inch kürzt sich weg und übrig bleiben auf jeden Fall Dots (Pixel))


Antwort: In der Höhe werden 1080 Pixel (Dots) benötigt.


Gesamtantwort: In Pixeln benötigt das Bild eine Breite von 810px und eine Höhe von 1080 Pixeln. In Inch sind es 2,7x 3,6 Inch.

Bei einer Dateiauflösung von 300 dpi benötigen wir das Bild im Format Medium, um es druckfähig im Layout platzieren zu können.


2. Schritt: Bild von der Datenbank downloaden

Bei dreamstime muss man sich vorher registrieren und die Credits aufladen bevor ein Bild runtergeladen werden kann. Anschließen einfach das gewünscht Bildformat auswählen und downloaden.


3. Schritt: Bild bearbeiten

Nun wird dem Bild im Bildbearbeitungsprogramm der Wahl das richtige Farbprofil zugewiesen und die Bildauflösung noch einmal kontrolliert. Anschließend als tiff speichern.


4. Schritt: Bild in das layout einpflegen

Erst das alte Bild aus den Bildrahmen löschen. Mittels drag and drop oder importieren/platzieren das neue Bild einfügen und den passenden Ausschnitt wählen.


5. Schritt: Bildrechte/Copyright beachten

Bei Bild- Ton- und Filmmaterial von externen Anbietern ist immer ein Copyright zu beachten. Ein Copyright muss immer gut sichtbar und leicht verständlich platziert werden. Entweder auf der selben Seite, auf der sich das gedownloadete Bild befindet oder zum Beispiel im Impressum, als Unterpunkt Bildcredits.
In diesem Beispiel gibt es nur eine Seite, also setzt man den Credit mit ins Format. Die genaue Platzierung spielt keine Rolle, in den meisten Fällen werden Credits links oder rechts am Seitenrand gesetzt. In kleinerer Schrift und in Grau.

Zurück zur dreamstime Seite. Hier steht der zu setzende Credit direkt unter dem Vorschaubild links auf der Seite.

Ein korrekter Credit könnte so aussehen: Credits: © Vvvstep | Dreamstime.com


Weitere Bilddatenbanken und Tipps wie
man Bilder kostenlos downloaden kann gibt in der Unterkategorie Tipps und Links/Bilder.


Das Vorschaubild ist von: http://www.dreamstime.com/stock-images-party-streamers-image731874
Die Schrift von: http://www.myfont.de/fonts/fancy/cartoon-3.html

MG at work
Buchempfehlungen
Imagefilm MG
MM Print & Digital
Was tun MG?
Schwerpunkt Print